FAQ

FAQ

Häufig gestellte Fragen bezüglich …

 

Abrechnungen

Wie berechne ich das durchschnittliche Netto-Einkommen bei einem Selbstständigen (Einkommensteuerbescheid)?

(„Gesamtbetrag der Einkünfte“ – „festgesetzte Einkommenssteuer“) / 12

Wie berechne ich das durchschnittliche Netto-Einkommen bei einem Sozialleistungsempfänger?

Tagsatz x 30

Wie berechne ich das durchschnittliche Netto-Einkommen eines Angestellten?

(((Netto Gehalt 1 + Netto Gehalt 2 + Netto Gehalt 3) /3 ) *14 ) /12

Wie berechne ich das durchschnittliche Netto-Einkommen eines Angestellten wenn es eine Sonderzahlung gibt?

Sonderzahlung (13. oder 14. Gehalt):

(((Netto Gehalt 1 + Netto Gehalt 2 + Netto Sonderzahlung) /4 ) *14 ) /12

 

Sonderzahlung (1/4-jährig):

(((Netto Gehalt 1 + Netto Gehalt 2 + Netto Sonderzahlung) /3,5 ) *14 ) /12

Wie berechne ich das durchschnittliche Netto-Einkommen eines Angestellten bei einem Lohnzettel (01.01. – 31.12.)?

(Steuerpflichtige Bezüge „245“ – anrechenbare Lohnsteuer „260“) /12

Zählt ein Sachbezug zum Einkommen?

Ja, der Sachbezug (z.B.: PKW) muss zum Netto-Einkommen addiert werden. Berechnung durchschnittliche Netto-Einkommen siehe oberhalb.

Muss Kinderzuschuss/Kinderzulage vom Einkommen abrechnet werden?

Ja, Kinderzuschuss/Kinderzulage ist vom Netto-Einkommen abzuziehen. Berechnung durchschnittliche Netto-Einkommen siehe oberhalb.

Zählt Pflegegeld zum Einkommen?

Nein, Pflegegeld zählt nicht zum Einkommen. Ausnahme: Einem Familienmitglied (z.B.: Ehefrau) wird das Pflegegeld ausbezahlt, weil es den Angehörigen (z.B.: Ehemann) pflegt. Dann zählt das Pflegegeld zum Einkommen der Ehefrau, nicht aber zum Einkommen des Ehemanns.

Welche Positionen, die am Gehaltszettel aufscheinen, werden abgezogen und welche dazu gezählt?

Abziehbare Positionen:

  • vom Dienstgeber gewährte Kinderzulage, Kinderzuschuss
  • echter Barauslagenersatz (Kilometergeld, etc.)
  • pauschalierter Barauslagenersatz (Diäten, Fahrtkostenzuschuss, etc. )

Diese Positionen sind Nettopositionen, die in der Gehaltsbestätigung ausgewiesen und in der angegebenen Höhe vom Nettogehalt abzuziehen sind.

Anzurechnende Positionen:

  • Sachbezug (z.B.: PKW)

Diese Position ist eine Nettoposition, die in der Gehaltsbestätigung ausgewiesen und in der angegebenen Höhe zum Nettogehalt zu addieren ist.

Zählen Kinder, SchülerInnen, StudentInnen, Lehrlinge, etc. die über ein Einkommen verfügen noch als unterhaltsberechtigte Kinder, die in der Abrechnung anzugeben sind?

Dies ist eine Einzelfallentscheidung und kann mit Hilfe des Unterhaltsrechners (http://www.jugendwohlfahrt.at/unterhaltsrechner.php) berechnet werden. Bitte hängen Sie diese Berechnung der Abrechnung bei.

Zählt eine Pension zum Einkommen und auf was muss ich bei der Berechnung achten?

Ja. Eine Pension wird 14 Mal ausbezahlt. Bei Bedarf Pflegegeld abziehen.

Wie muss vorgegangen werden, wenn sich das Einkommen während der Mediation verändert?

Erhebung des Familiennettoeinkommens zu Beginn der Mediation.

Bei Änderung (Bekanntgabe erforderlich) des Einkommens während der Mediation.

Splittung der Abrechnung in zwei Teile:

  • altes Einkommen zu Beginn
  • neues Einkommen
Mit welchem Alter endet die Unterhaltsberechtigung eines Kindes?

Es gibt grundsätzlich keine Altersbeschränkung. Die Unterhaltsberechtigung endet mit Eintritt der Selbsterhaltungsfähigkeit, sofern ein angemessen zugiger Ausbildungsfortschritt gegeben ist. Der „ewige Student“, der unnötigerweise weit über die vorgesehene Studiendauer aus studiert, wird in der Regel seinen Unterhaltsanspruch verloren haben.

Wie bestätige ich, dass MediandInnen kein Einkommen besitzen?

Wenn MediandInnen keinerlei Einkommen, keine Bezüge, keine Sozialleistungen, keinen Unterhalt etc. beziehen, muss eine eidesstattliche Erklärung zur Abrechnung als Nachweis beigelegt werden.

Haben umsatzsteuerpflichtige MediatorInnen einen Vorteil/Nachteil gegenüber nicht umsatzsteuerpflichtigen MediatorInnen?

Nein.

Umsatzsteuerpflichtige MediatorInnen: Im Betrag von EUR 110,00 (pro Stunde und pro MediatorIn) ist die Umsatzsteuer in der Höhe von € 18,33 bereits enthalten.

 

Nicht umsatzsteuerpflichtige MediatorInnen: Der Stundensatz beträgt € 91,67 (bereinigt um die Umsatzsteurer)

 

EUR 110,00 / 120 * 100 = EUR 91,67

 

Der Selbstbehalt der MediandInnen ist vom Nettobetrag (EUR 91,67) abzuziehen, der Restbetrag wird gefördert.

Da die Umsatzsteuer für umsatzsteuerpflichtige MediatorInnen kein Einkommen, sondern nur einen Durchlaufposten darstellt, ist die letztlich zufließende Förderung für umsatzsteuerpflichtige und nicht umsatzsteuerpflichtige MediatorInnen gleich hoch.

Beispiel 1:

Nicht USt-pflichtigUSt-pflichtig
(€ 91,67/Stunde)(€ 110,00/Stunde)
10 Stunden Mediation/Gesamthonorar:€ 916,70€ 1.100,00
Eingehobener Selbstbehalt (€ 200,00):minus  € 100,00minus  €100,00
Förderung:€ 816,70€ 1.000,00

 

Nicht umsatzsteuerpflichtige MediatorInnen müssen zwar vom eingehobenen Selbstbehalt keine Umsatzsteuer abführen, erhalten aber über die Förderung nur den Differenzbetrag zum Nettogesamthonorar.

Hier wird rechnerisch dargestellt, dass die Umsatzsteuer für den Selbstbehalt, der von umsatzsteuerpflichtigen MediatorInnen zu versteuern ist, durch die Förderung ausgeglichen wird.

Somit beziehen umsatzsteuerpflichtige und nicht umsatzsteuerpflichtige MediatorInnen das gleiche Nettohonorar.

 

Gesamthonorar:€ 1.100,00 (inkl. USt) / 120 x 100= € 916,70 (exkl. USt)
Selbstbehalt:€    100,00 (inkl. USt) / 120 x 100= €  83,30 (exkl. USt) à € 16,67 Differenz 
Förderung:€ 1.000,00 (inkl. USt) / 120 x 100= € 833,30 (exkl. USt) (nicht € 816,70)

 

Nicht USt-pflichtige Förderung:                                                   € 816,70

USt-pflichtige Förderung:                           € 833,30 – € 16,67 = € 816,70

Mediation

Kann eine geförderte Familienmediation auch bei gleichgeschlechtlichen Paaren/MediandInnen stattfinden?

Ja.

Können mehr als 12 Stunden bei einer geförderten Familienmediation mediiert werden?

Nein. Die Richtlinien zur Förderung von Mediation geben 12 Stunden vor. Weitere Mediationsstunden sind in vollem Ausmaß von den MediandInnen selbst zu bezahlen (Honorar nach freier Vereinbarung).

In welchem Zeitraum muss die Mediation stattfinden?

Eine Reservierung der Fördermittel ist auf drei Monate beschränkt. Eine Verlängerung ist jedoch nach begründeter Bekanntgabe möglich.

Wie lange dauert eine mediierte Einheit?

60 Minuten

Ist als Mediator/in eine nachträgliche Verrechnung der Umsatzsteuer möglich?

Sofern ein/e MediatorIn, die/der bislang nicht umsatzsteuerpflichtig war, im Nachhinein umsatzsteuerpflichtig wird (Feststellung der Umsatzsteuerpflicht durch das Finanzamt für bereits vergangene Kalenderjahre, oder selbst festgestellte Überschreitung der Umsatzgrenze während eines Kalenderjahres) stellt sich die Frage, ob für bereits abgerechnete Mediationen nachträglich die Umsatzsteuer gefördert werden kann.

Dies ist grundsätzlich zu verneinen, da der/die MediatorIn nicht die Möglichkeit hat, die Umsatzsteuer den MediandInnen nachträglich in Rechnung zu stellen. Da aber die MediandInnen (und nicht die MediatorInnen) die Förderung erhalten ändert sich durch die Umsatzsteuerpflicht der MediatorInnen nichts an den Ausgaben der MediandInnen.

Dennoch bewilligt das zuständige Bundesministerium ausnahmsweise und nur in Einzelfällen die nachträgliche Verrechnung der Umsatzsteuer. Dafür ist jedenfalls zu beachten, dass es in die Verantwortung der MediatorInnen fällt Ihre Umsatzsteuerpflicht selbst zu erkennen und rasch darauf zu reagieren. Je früher Sie beantragen, dass die Umsatzsteuer nachträglich gefördert wird, umso größer sind Ihre Chancen, diese auch ersetzt zu erhalten.

Für die nachträgliche Verrechnung verwenden Sie bitte das entsprechende Formular.

Was mache ich wenn ich von einem anderen Trägerverein zum Österreichischen Verein für Co Mediation wechseln möchte?

Stellen Sie den Aufnahmeantrag (siehe Downloadbereiche) und legen Sie alle erforderlichen Unterlagen bei. Der Vereinsvorstand prüft die Aufnahmevoraussetzungen unabhängig von bisherigen FLAG-Listen Eintragungen anhand der Vereinsstatuten.